interaction design
Ziele des Studiengangs
Die rapide Digitalisierung aller Lebensbereiche und die zunehmende Vielfalt und Komplexität unserer technischen Hilfsmittel stellen viele Benutzer medialer Systeme nahezu täglich vor neue Herausforderungen. Ein Interaction Designer versucht, diese hochtechnisierten Handlungsabläufe sinnvoll zu strukturieren und sie dem Benutzer über die Gestaltung adäquater Schnittstellen (sogenannten Interfaces) sowohl kognitiv als auch emotional erfahrbar zu machen.
Der Mensch im Mittelpunkt
Die vielfältigen sensuellen Eindrücke, die Menschen durch den Umgang mit elektronischen Medien, Produkten und Räumen erfahren, sind der wesentliche Forschungs- und Studiengegenstand des Studiengangs Interaction Design an der btk. Die Studierenden konzipieren und gestalten Anwendungen, die neue und sinnvolle Wege der Kommunikation und Interaktion zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Computer sowie zwischen Menschen und ihrer persönlichen Umgebung erschließen.
Ein interdisziplinärer Studiengang
Wir betrachten Interaction Design als einen hochgradig interdisziplinären Tätigkeitsbereich, in dessen Mittelpunkt der menschliche Benutzer mit seinen individuellen Erwartungen, Wünschen, Eigenarten und Handlungsmustern steht. Dieser Ansatz – im Fachjargon als human-centered design bezeichnet – erfordert ein Curriculum, das neben den klassisch-handwerklichen Aspekten einer Design-Ausbildung auch Problemstellungen emotionaler, ergonomischer und sozio-kultureller Natur erörtern muss. Human-centered design bedeutet aber auch, dass unsere Studierenden sich über rein praktikable, funktionale und marktgerechte Lösungen hinaus der Verantwortung gegenüber diesem Benutzer bewusst sind und ihre Endprodukte so gestalten, dass sich dessen Lebens- und Erfahrungswelt in diesen widerspiegelt.
Studierende des Fachbereichs Interaction Design lernen die handwerklichen, technischen und gestalterischen Grundlagen, die es ihnen ermöglichen, nach Abschluss des Studiums erfolgreich in der Industrie zu arbeiten. Darüber hinaus fördert der Studiengang aber auch das medienübergreifende Denken und Gestalten sowie die Arbeit im Team. Bereits während des Studiums werden unsere Studierenden dazu angehalten, über den Tellerrand ihrer eigenen Disziplin hinaus Zusammenhänge und Anknüpfungspunkte zu erkennen, die ein Stück weit die Zukunft der menschlichen Kommunikation mitbestimmen.
Um den Ansatz der Multidisziplinarität zu fördern, ist der Lehrplan der btk so strukturiert, dass Studierende des Studiengangs Interaction Design zusätzlich zu den Kernkursen ihres Fachbereiches aus Angeboten der benachbarten Studiengänge wählen können. Der rege Austausch zwischen den Studierenden und Lehrenden der einzelnen gestalterischen Disziplinen wird von der Leitung der Hochschule nachhaltig unterstützt.
Fokus auf Projektarbeit
Das Studium Interaction Design ist vorrangig projektbasiert. Studierende arbeiten in kleinen Gruppen innerhalb einer Laboratoriums-Umgebung, in der viel Wert auf Exploration und Experiment gelegt wird. Kooperationen mit Partnern aus Industrie und Forschung gleichen diese »freiere« Seite des Studiums durch konkrete Aufgaben- und Problemstellungen aus. In der Regel wird im Unterricht eine leicht in die Zukunft weisende Perspektive eingenommen, die es sowohl den Studierenden als auch den beteiligten Unternehmen erlaubt, out of the box zu denken, und die Möglichkeiten neuer Technologien, Konzepte und Markt-Szenarien zu erörtern.
Gute berufliche Aussichten
Als relativ junge Disziplin gehört Interaction Design zu den gestalterischen Berufen, die sich derzeit am rasantesten im Arbeitsmarkt entwickeln. Zu den Einsatzgebieten eines Interaction Designers gehören u.a. die Konzeption und Gestaltung von Web-Anwendungen und anderen bildschirmbasierten Software-Lösungen, die Planung und Erstellung digitaler Schnittstellen für mobile Endgeräte, Verbraucherprodukte, Computerspiele, digitales TV oder anderer Navigations- und Informationssysteme, die Planung und Umsetzung interaktiver Installationen und Räume für Messe- und Ausstellungsbau oder Museums- und Kultureinrichtungen sowie das Forschen, Experimentieren und prototypische Gestalten innerhalb der relativ jungen Unterdisziplinen ambient, tactile und augmented computing.
Das Studium Interaction Design wird mit dem akademischen Grad Bachelor of Arts (B. A.) abgeschlossen.
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